Haben Sie sich schon einmal mit starken Halsschmerzen oder plötzlichem Fieber gewacht? In solchen Momenten ist es eine Erleichterung, wenn man schnell auf die Hausapotheke zugreifen kann, anstatt zur Apotheke zu gehen. Doch was, wenn die benötigten Medikamente fehlen oder bereits abgelaufen sind? Um dies zu vermeiden, empfiehlt die Landesapothekerkammer Hessen, die Hausapotheke mindestens einmal jährlich zu überprüfen und abgelaufene Medikamente zu entsorgen.
Der ideale Lagerort für Medikamente
Viele Menschen lagern ihre Medikamente im Badezimmer oder in der Küchenschublade. Diese Orte sind jedoch ungeeignet, da hier ein feucht-warmes Klima herrscht, das die Medikamente schädigen kann, oft ohne dass es sichtbar ist. Besser ist es, die Hausapotheke in kühleren, trockeneren Räumen wie im Flur oder Schlafzimmer aufzubewahren. Auch die Nähe zu Heizungen sollte vermieden werden.
Außerdem sollten auch Medikamente, die an anderen Orten im Haus gelagert sind, überprüft werden, wie Schmerztabletten in der Handtasche oder Pflaster im Gartenhaus.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sicherheit. Wenn Kinder im Haushalt leben, sollten die Medikamente unzugänglich aufbewahrt werden, beispielsweise in einem abschließbaren Schrank. Zudem sollten Tierarzneimittel separat gelagert werden, um Verwechslungen zu vermeiden.
Verfalldaten und Haltbarkeit von Medikamenten
Medikamente haben kein Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern ein Verfalldatum. Ist dieses überschritten, sollten die Medikamente nicht mehr verwendet werden, da sie ihre Wirksamkeit verlieren oder gesundheitsschädlich sein können. Auch Verbandsmaterialien haben Verfalldaten und sollten ausgetauscht werden, wenn diese erreicht sind.
Besonders bei geöffneten Medikamenten, wie Augentropfen, die nur eine bestimmte Zeit verwendet werden können, ist es wichtig, das Öffnungsdatum zu notieren. Wer dies bisher nicht gemacht hat, sollte es sich als Vorsatz für die Zukunft setzen.
Bei der Entsorgung von abgelaufenen Medikamenten sollte man darauf achten, diese nicht über das Waschbecken oder die Toilette zu entsorgen. Die meisten Kommunen erlauben die Entsorgung im Restmüll, aber es gibt Ausnahmen, die über das Portal www.arzneimittelentsorgung.de recherchiert werden können.
Überprüfung der Vollständigkeit der Hausapotheke
Der letzte Schritt bei der Überprüfung der Hausapotheke besteht darin, fehlende Medikamente aufzufüllen. Eine gut ausgestattete Hausapotheke sollte laut einer Checkliste der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) unter anderem folgende Produkte enthalten:
- Schmerz- und Fiebermittel
- Medikamente gegen Erkältungsbeschwerden, Allergien, Insektenstiche/Sonnenbrand/Juckreiz, Verdauungsbeschwerden
- Desinfektionsmittel und Wundsalben
- Fieberthermometer
- Verbandmaterialien, einschließlich Heft- und Blasenpflaster, Schere und Pinzette
- Notfallkontakte, wie den Giftnotruf oder den ärztlichen Notdienst
Falls Kinder im Haushalt leben, sollten zusätzlich spezifische Arzneimittel wie Fieberzäpfchen oder Kinder-Nasenspray bereitgestellt werden.
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