Chlamydien sind eine Geschlechtskrankheit, die vergleichsweise häufig vorkommt. Betroffen sind laut dem Bundesverband der Frauenärzte (BVF) allem junge Frauen. Aber auch Männer können sich mit den Bakterien, die beim Sex übertragen werden, infizieren.
Eine Ansteckung selbst zu erkennen, ist nicht immer einfach. «Chlamydien-Erkrankungen verursachen Entzündungen», so Klaus Doubek, Präsident des BVF. Ausfluss und Schmerzen sind möglich. «Häufig verlaufen sie bei Frauen aber symptomfrei.» Bei Männern kann können Druckgefühl, Schmerzen und Brennen in der Harnröhre auf eine Infektion mit Chlamydien hinweisen.
Chlamydien lassen sich gut behandeln
Gut zu wissen: Bis zum Ende des 25. Lebensjahres haben Frauen einen Anspruch darauf, dass ihre Krankenkasse einmal im Jahr einen Test übernimmt. Das gilt auch dann, wenn sie keine Beschwerden haben.
Ist die Infektion vom Frauenarzt oder der Frauenärztin festgestellt worden, lässt sie sich laut BVF gut mit Antibiotika behandeln. Wichtig dabei: Damit kein Ping-Pong-Effekt aus gegenseitigen Ansteckungen entsteht, sollte der Partner oder die Partnerin ebenfalls eine Behandlung erhalten.
Eine Chlamydien-Infektion sollte man besser nicht auf die leichte Schulter nehmen und aussitzen. Bleiben sie unbehandelt, kann es laut BVF zu Folgeerkrankungen kommen – bei Frauen etwa zu chronischen Schmerzen im Unterbauch, zu Unfruchtbarkeit oder Schwangerschaftskomplikationen.
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