Knoblauchartiger Geruch als Indikator
Der charakteristische Geruch von Bärlauch ist oft schon aus der Ferne wahrnehmbar. Auch der verwandte Wunderlauch, der schmalere Blätter aufweist, verströmt einen ähnlichen, etwas scharfen Duft. Beide Pflanzen können im Frühling in der Natur gesammelt werden.
Unterschiedliche Bodenansprüche
Die Verbreitung von Bärlauch und Wunderlauch hängt von der Bodenbeschaffenheit ab. Laut Martina Merz, Autorin eines Kochbuchs über Wildkräuter, wächst Bärlauch bevorzugt auf kalkhaltigen Böden, während Wunderlauch auch in kalkarmen Gebieten gedeiht.
Gefahr der Verwechslung mit giftigen Pflanzen
Es ist entscheidend, die essbaren Blätter von ihren giftigen Doppelgängern zu unterscheiden. Zu den gefährlichen Verwechslungen zählen der Aronstab, die Herbstzeitlose und das Maiglöckchen für den Bärlauch, während der Wunderlauch dem Blaustern ähnelt.
Erkennungsmerkmale
Ein wichtiges Erkennungsmerkmal von Bärlauch und Wunderlauch ist die Rückseite ihrer Blätter. Beide haben eine ausgeprägte Rückenrippe, was bei den giftigen Pflanzen nicht zu finden ist. Sammler sollten darauf achten, nicht zu gierig zu pflücken, um Verwechslungen zu vermeiden.
Besondere Vorsicht in der Natur
Die größte Verwechslungsgefahr besteht in der Natur, wo die Pflanzen wild wachsen. Herbstzeitlose und Bärlauch haben ähnliche Standorte, was das Sammeln gefährlich macht. Maiglöckchen bevorzugen sonnigere Plätze, während die Verwechslungsgefahr mit dem Aronstab zu Beginn des Austriebs besteht.
Sammeln in Blausterngebieten vermeiden
Der Blaustern ist der giftige Doppelgänger des Wunderlauchs. Experten raten, in Gebieten mit Blausternen keinen Wunderlauch zu sammeln, da die Blätter schwer zu unterscheiden sind.
Merkmale des Bärlauchs
Die fischkörperförmigen Blätter des Bärlauchs sind an ihren langen, runden Stielen zu erkennen. Die Blätter des Maiglöckchens wachsen aus einer rötlichen Hülse, während die Blätter der Herbstzeitlosen aus einer Zwiebel herauswachsen und keine Stiele haben.
Rezeptempfehlung
Nach dem Sammeln empfiehlt Merz, die Blätter leicht in Sesamöl anzubraten, dann mit Sojasoße und etwas Chili und Pfeffer zu verfeinern. Diese Zubereitung schmeckt hervorragend zu Reis oder Tofu.
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