Bei Fragen zu gesundheitlichen Beschwerden, wie etwa Taubheitsgefühlen in den Händen, sind Ärzte die ersten Ansprechpartner. Doch Symptom-Checker bieten eine erste Einschätzung, ob ein Arztbesuch notwendig ist.
Funktionsweise der Symptom-Checker
Nutzer können ihre Symptome in einer App oder auf einer Webseite eingeben. Ein Algorithmus analysiert diese Informationen und gibt mögliche gesundheitliche Probleme sowie Verhaltensempfehlungen aus.
Test der Stiftung Warentest
Die Stiftung Warentest untersuchte die Genauigkeit von zehn verschiedenen Symptom-Checkern in ihrer Ausgabe 3/2025. Sie entwickelten fünf fiktive Fälle, darunter Bandscheibenvorfall, Angina Pectoris und Depression, und holten sich die Expertise von Fachärzten.
Ergebnisse der Untersuchung
Die Testergebnisse zeigen große Unterschiede in der Genauigkeit der Verdachtsdiagnosen. Die Symptom-Checker „Ada“ und „Symptomate“ schnitten am besten ab und erhielten die Note 1,9 („gut“). Im Gegensatz dazu konnten andere Apps weniger überzeugen, insbesondere solche, die eine lange Liste unpriorisierter Verdachtsdiagnosen anbieten, was für die Nutzer verwirrend sein kann.
Ein Symptom-Checker fiel sogar durch, da er auf die Schilderung depressiver Symptome mit „Das habe ich nicht ganz verstanden“ reagierte und bei Verdacht auf Blasenentzündung unnötige Dringlichkeit erzeugte.
Patienten-Navi: Ein Sonderfall
Ein weiteres getestetes Tool, das „Patienten-Navi“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, bietet eine Lösung für die häufige Schwierigkeit, kurzfristige Arzttermine zu bekommen. Obwohl es im Test nur im Mittelfeld lag, ermöglicht es Nutzern, schneller einen Termin zu buchen, wenn eine Behandlung innerhalb von 24 Stunden empfohlen wird.
Die Tester konnten in verschiedenen Städten kurzfristig Termine erhalten, oft noch am selben Tag, was das Tool als nützlich erweist.
Vorteile der Symptom-Checker
Die Frage bleibt, ob es sinnvoll ist, Symptome über eine App zu recherchieren. Die Stiftung Warentest kommt zu dem Schluss, dass dies eine hilfreiche erste Orientierung bieten kann, auch wenn es den Arztbesuch nicht ersetzt. Besonders bei psychischen Erkrankungen können Symptom-Checker Betroffenen helfen, schneller den Schritt zum Arzt zu wagen.
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