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Wichtige Tipps für das Fasten im Ramadan bei Vorerkrankungen

Wichtige Tipps für das Fasten im Ramadan bei Vorerkrankungen

Tipps für Menschen mit Vorerkrankungen, die während des Ramadan fasten möchten, einschließlich wichtiger Hinweise zu Medikamenteneinnahme und Ernährung.
Tipps für Menschen mit Vorerkrankungen, die während des Ramadan fasten möchten, einschließlich wichtiger Hinweise zu Medikamenteneinnahme und Ernährung. (Urheber/Quelle/Verbreiter: )

Der Ramadan beinhaltet das Fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Obwohl Muslime mit gesundheitlichen Problemen wie Diabetes von der Fastenpflicht befreit sind, entscheiden sich viele dennoch dafür, zu fasten, wie Prof. Ina Danquah von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) berichtet.

Medikamente: Rücksprache ist wichtig

Das Fasten hat Auswirkungen auf den Stoffwechsel, was dazu führen kann, dass der Körper anders auf Medikamente reagiert, so die Landesapothekerkammer Niedersachsen. Beispielsweise sollten Menschen, die diuretische Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz einnehmen, die Dosierung anpassen, um Dehydrierung zu vermeiden. Auch Blutdrucksenker wie Lercanidipin sollten vor dem Essen eingenommen werden, da die Wirkung nach einer üppigen Mahlzeit verstärkt werden kann. Um sicherzugehen, ist es ratsam, vor dem Fasten ärztlichen Rat einzuholen und über die Einnahme von Medikamenten in der Apotheke zu sprechen. Die Einnahme bestimmter Medikamente wie Inhalatoren oder Augentropfen ist tagsüber im Ramadan erlaubt, und Änderungen der Darreichungsform sollten ebenfalls im Voraus geklärt werden.

Risiken für Diabetiker richtig einschätzen

Die Risiken für Menschen mit Diabetes variieren. Insbesondere Diabetiker Typ-1 sollten im Ramadan vom Fasten abgeraten werden, da sie unter gefährlichen Blutzuckerschwankungen leiden können. Für Typ-2-Diabetiker ist das Fasten möglich, wenn das gesundheitliche Risiko niedrig ist, jedoch sollte auch hier vorher ein Arzt konsultiert werden. Eine regelmäßige Blutzuckerkontrolle während des Fastens ist unerlässlich. Bei Symptomen wie Zittern oder Schwindel, die auf eine Unterzuckerung hinweisen, sollte das Fasten sofort unterbrochen werden. Zudem können Anzeichen für eine Überzuckerung häufiges Wasserlassen oder Verwirrtheit sein.

Mahlzeiten klug gestalten

Die Iftar-Mahlzeit nach Sonnenuntergang ist oft reich an süßen und fettreichen Speisen. Diabetiker sollten daher auf solche Nahrungsmittel verzichten und stattdessen Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und mageres Eiweiß wählen. Für die Sahur-Mahlzeit vor Sonnenaufgang sind ballaststoffreiche Lebensmittel, wie Haferflocken, empfehlenswert, da sie lange sättigen. Die Apothekerkammer Niedersachsen empfiehlt auch eine leicht gesalzene Suppe, um den Flüssigkeitsbedarf während des Fastentages besser zu bewältigen.