Ob gefrorene Produkte direkt in den Kochtopf gegeben werden können, hängt stark von der Größe des Gefrierguts ab. Laut Ute Gomm vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) sind kleine Stücke wie Erbsen sofort einsatzbereit. Diese können direkt in heißes Wasser oder in die Mikrowelle gegeben werden.
Flache Stücke von Fleisch oder Fisch können ebenfalls ohne vorheriges Auftauen angebraten werden. Gomm empfiehlt, diese Methode bei einer Scheibendicke von bis zu etwa sechs Zentimetern anzuwenden. Rohe Meeresfrüchte lassen sich ebenfalls unaufgetaut garen. Auch Kartoffelprodukte können direkt in den Ofen oder die Fritteuse gegeben werden.
Größere Fleischstücke richtig auftauen
Für größere Stücke von Fleisch oder Geflügel, die als ganzes Stück aus dem Gefrierschrank genommen werden, ist es wichtig, sie zuerst vollständig aufzutauen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Äußere bereits gegart ist, während das Innere noch gefroren bleibt. Nach dem Auftauen sollte das Fleisch schnell weiterverarbeitet werden.
Sichere Auftaumethoden
Da in der Auftauflüssigkeit Mikroorganismen enthalten sein können, empfiehlt es sich, Fleisch und Fisch im Kühlschrank abzutauen, am besten abgedeckt auf einem Siebeinsatz oder im Mikrowellengerät. Dabei sollten keine anderen Lebensmittel mit der Auftauflüssigkeit in Kontakt kommen. Diese sollte nach dem Auftauen sofort entsorgt werden. Auch andere gefrorene Lebensmittel tauen am besten im Kühlschrank auf.
Vorsicht bei Glasbehältern
Wenn Sie eine bereits gekochte Mahlzeit in einem Glas eingefroren haben, sollten Sie diese nicht direkt im Glas in der Mikrowelle erhitzen. Laut Ute Gomm besteht die Gefahr, dass das Glas aufgrund schneller Temperaturwechsel zerbricht.
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